Biographie

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Portrait KH Harald Rehling
Bild: © Harald Rehling


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NB: Diese Version ist nur bis 2007 nachgeführt und wird nur auf deutsch publiziert.
Detailliertere biografische Angaben bis 1989 finden sich in der Broschüre «Dossier Musik: Klaus Huber» (Pro Helvetia 1989). PDF pp.132-135 herunterladen...


Geboren in Bern am 30.11.1924. Gestorben am 2.10.2017 in Perugia.

Gymnasium in Basel, Lehrerseminar in Küsnacht/Zürich

1947-49 Musikstudium am Konservatorium Zürich mit Abschluß in Violine bei Stefi Geyer und in Schulmusik; 1947-1955 Theorie- und Kompositionsstudium bei seinem Taufpaten Willy Burkhard

1950-60 Lehrer für Violine am Konservatorium Zürich

1955/56 Studium an der Staatlichen Hochschule für Musik, Berlin, bei Boris Blacher

1955 Uraufführung von «Drei kleine Vokalisen» bei der Internationalen Gaudeamus-Musikwoche in Bilthoven, Niederlande

1959 internationaler Durchbruch als Komponist: Uraufführung der Kammerkantate «Des Engels Anredung an die Seele» bei den Weltmusiktagen der IGNM in Rom; das Stück erhält den 1. Preis für Kammermusik im Kompositionswettbewerb der IGNM-Sektion Italien (Jury-Mitglieder u.a. Luigi Dallapiccola und Wladimir Vogel)

1960-1963 Lehrtätigkeit in Musikgeschichte und Literaturkunde am Konservatorium Luzern1961 Uraufführung von «Noctes» für Oboe und Cembalo bei den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik, Darmstadt

1961-1972 unterrichtet er an der Musikakademie der Stadt Basel: ab 1964 als Leiter der Kompositions- und Instrumentationsklasse, ab 1968 Leiter der Meisterklasse für Komposition

1965/69/87 Mitglied der internationalen Jury für die Weltmusiktage der IGNM

1966/68/72 Leiter der Analysekurse und Seminare bei den Internationalen Kompositionswettbewerben der Stichting Gaudeamus, Bilthoven/Niederlande

1968 auf Einladung des sowjetischen Komponistenverbandes erste Reise in die Sowjetunion (Moskau, Leningrad, Kiew), zusammen mit Constantin Regamey

1969 Huber gründet das Internationale Komponistenseminar im Künstlerhaus Boswil (Schweiz), das er bis 1980 maßgeblich mitbestimmt

1970 Beethovenpreis der Stadt Bonn für «Tenebrae»

1973 Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) in Berlin; Huber wird Nachfolger von Wolfgang Fortner an der Staatlichen Hochschule für Musik in Freiburg im Breisgau (Leiter der Kompositionsklasse und des Instituts für Neue Musik)

1975 Komponistenpreis des Schweizerischen Tonkünstlervereins

1978 Kunstpreis der Stadt Basel

1979-82 Präsident des Schweizerischen Tonkünstlervereins

1983 erste Reise nach Nicaragua; Treffen mit Ernesto Cardenal; Vorträge in La Habana, Cuba; Uraufführung der Gesamtfassung von «Erniedrigt - Geknechtet - Verlassen - Verachtet...» (mit Texten u.a. von Ernesto Cardenal) bei den Donaueschinger Musiktagen

1984 Dozent bei den «Cursos latinoamericanos por la musica contemporanea» in Tatui, Brasilien; zweite Nicaragua-Reise mit Vorträgen an der «Escuela Nacional de Musica», Managua; Gastprofessur an der McGill University in Montreal, Canada

1985 Gastprofessor an der Accademia Chigiana in Siena; Reinhold-Schneider-Preis der Stadt Freiburg i. Br.

1986 Vorträge an den Universitäten von Tokyo, Nagoya und Hiroshima; Premio Italia für «Cantiones de Circulo Gyrante»

1986/88/90/93 Gastprofessor am IRCAM, Paris

1987/89/92 Gastprofessor am Conservatoire National Supérieur de Musique, Paris

1987 7. Sommerkurs für junge Komponisten in Radziejowice (Polen)

1989 Kompositionskurse und Vorträge an den Musikhochschulen von Malmö und Stockholm

1990 Huber tritt von seiner Lehrtätigkeit an der Staatlichen Hochschule für Musik in Freiburg zurück; neben dem Komponieren führt er seine Lehrtätigkeit in freier Form weiter; Gastprofessor an der Sibelius-Akademie, Helsinki

1991 Gastprofessor an der Royal Academy of Music, London, und am Konservatorium Genf

1992 Composer in Residence beim Festival «Musica» Strasbourg, an der Musikakademie Basel und beim Huddersfield Festival; Gastprofessor beim Brandenburgischen Kolloquium Neue Musik, Berlin

1992/93 Gastprofessor an der Scuola Civica di Musica, Mailand

1993 Composer in Residence und Meisterkurs im Centre Acanthes, Villeneuve lez Avignon; Guest Composer in Toronto, New Music Concerts

1994 Composer in Residence bei den Internationalen Musikfestwochen Luzern, Meisterkurs in Luzern/Boswil; Kompositionsseminar Schloß Schielleiten (Graz)

1995 Composer in Residence und Gastprofessor in Winterthur, Viitasari und beim Akiyoshidai Festival in Japan

1996 Gastprofessor am Conservatoire in Lyon; Aristoxenos-Meisterkurse in Aigion (Griechenland)

1997 Meisterkurse an der Hochschule für Künste in Bremen; Gastprofessor am Konservatorium in Sarajevo; Composer in Residence in Caracas

1998 Composer in Residence beim Bergen Festival, Gastprofessor an der Grieg-Akademie in Bergen und an der Universität Alcalà (Spanien). Gründung der Konzertreihe «Musica insieme Panicale» in Umbrien

1999 Publikation von «Umgepflügte Zeit» (Gesammelte Schriften) im Verlag MusikTexte, Köln

1999-2001 Bühnenwerk «Schwarzerde» nach Ossip Mandelstam; 2001 UA am Theater Basel (Arturo Tamayo).

2002 Kultur- und Friedenspreis 2002 der Villa Ichon, Bremen; Neues Werk für Violoncello, Baryton, Countertenor und kleines Orchester «Die Seele muss vom Reittier steigen...» wird in Donaueschingen und Paris uraufgeführt (Sylvain Cambreling). Zwei kleinere Fassungen des Werkes: Concertino plus neun Instrumente oder: plus Akkordeon und Schlagzeug. A Voice from Guernica (Ariel Dorfman), UA in Madrid.

2003 Analyse- und Kompositionsseminare am Centre Acanthes, Villeneuve-lez-Avignon.

2003/04 Aufführungen von «Die Erde tanzt auf den Hörnern eines Stieres» mit dem Madih Ensemble Kairo in Ulm, Cairo and Drochtersen-Huell

2004 Uraufführung des Kammerkonzerts «À l'âme de marcher sur ses pieds de soie...» bei den Wittener Tagen für Neue Kammermusik. Zum 80. Geburtstag Konzerte und Veranstaltungen u.a. in Deutschland, Luxemburg, Schweiz, Frankreich, Spanien.

2004/06 «Miserere hominibus» für sieben Singstimmen und sieben Instrumentalisten, UA Lucerne Festival (Les Jeunes Solistes, Rachid Safir) und Festival Musica, Strasbourg.

2007 «Quod est Pax? Vers la raison du cœur» (Jacques Derrida u.a.) für fünf Stimmen, arabisches Schlagzeug und Orchester, UA Warschauer Herbst.

[nicht nachgeführt ab 2007]


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